Christiane Hitz

Somatic Experiencing (SE)

ist eine Methode der körperorientierten Traumatherapie.

Traumata können entstehen durch: Unfälle, medizinische Eingriffe wie Operationen, Therapieerfahrungen, Situationen von existenzieller Hilflosigkeit und Überforderung, Verlust, physische Gewalt oder andere Arten von Schocktraumen. Auch Sprache kann verletzen. Mit ihr kann ein Mensch beleidigt, beschämt, herabgesetzt und letztlich seelisch beschädigt werden.

Ereignisse, die Grenzen überschreiten, beeinflussen Lebensqualität und Handlungsspielraum: Dann bleibt der Organismus in einer körperlichen und emotionalen Reaktion stecken, in einer der Phasen von Erstarrung, Flucht oder Angriff. Dadurch verlieren das Nervensystem und die Atmung ihre natürliche Flexibilität und Rhythmik, und es können mitunter jahrelang anhaltende psychische und körperliche Symptome entstehen.

Selbst wenn zunächst häufig im Vordergrund die Belastungen stehen: Es gilt, die eigenen Ressourcen zu erkennen und zu nutzen und wieder mit der Lebendigkeit, der Lebenskraft, die in uns allen ist, in Kontakt zu kommen. So gelangen wir vom Überlebensmodus zum Lebensmodus, zur achtsamen Hinwendung zu uns selbst, so lernen wir, uns wieder selbst zu regulieren.

Indem wir verstehen, welchen Sinn traumatisch wirkende Situationen und große Herausforderungen in unserem Leben gehabt haben, richten wir unsere Energie auf das, was positiv ist.

Nehmen sie sich nach einer Sitzung mit Somatic Experiencing hier in Dieburg mit dem angrenzenden Wald gerne etwas Zeit, um die Erfahrungen etwas setzen zu lassen.

Somatic Experiencing wurde entwickelt von Dr. phil. Peter Levine, Biophysiker, Psychologe, Psychotraumatologe, Autor und Körpertherapeut.

Es ist eine Methode der körperorientierten Traumatherapie, die mit dem Körpergedächtnis arbeitet. Darunter versteht man eine Art Archiv, in dem Spuren individueller und kollektiver Erinnerungen gespeichert sind.

So begleite ich meine Klienten vor allem mit Worten, gelegentlich auch mit Berührung und Techniken aus der Craniosacraltherapie.

Als neurowissenschaftlich belegt gilt der Einfluss von Beziehungserfahrungen auf biologische Abläufe des Körpers. Somit wirkt sich die positive, auf Vertrauen basierende therapeutisch Beziehung heilsam aus: Ja, sich zeigen und fühlen zu können mit der Wut, der Traurigkeit, dem Schmerz – all dies womöglich weggepackte Gefühle, die „damals“ nicht sein durften – entlastet den ganzen Menschen.

NARM

Der Ansatz des Neuroaffektiven Beziehungsmodells zur Traumalösung zielt darauf ab, alte Überlebensstrategien und festgefahrene Verhaltensmuster neu zu entwickeln. In der therapeutischen Beziehung wird Beziehungsfähigkeit und Selbstregulierung gestärkt, um Entwicklungstraumen, die entstanden sind in Kindheit und früher Jugend, zu transformieren.

Unspezifische Ängste, auch ausgeprägte Scham, übermäßig ausgeprägte Leistungsorientierung sowie auch die Vernachlässigung von basalen körperlichen Bedürfnissen, auch der erschwerte Zugang zu eigenen Gefühlen sind keine Charakterschwächen. Ihre Ursache kann in belastenden, schwierigen Kindheitstagen liegen.

Dr. phil. Laurence Heller, somatisch orientierter Psychologe, Therapeut, Seniorlehrer am SE Institut von Peter Levine, ist Begründer von NARM.